Neuer Rückhalt und wichtige Informationen

9. Stammtisch der Bürgerinitiative „Rettet die Kuhheck!“ in Mündersbach

Am Dienstag, 30.11.2010, fanden etwa 70 Bürgerinnen und Bürger aller betroffenen Gemeinden trotz winterlicher Straßenverhältnisse den Weg in den Sonnenhof in Mündersbach, um beim 9. Stammtisch ihren ungebrochenen Protest gegen die von Marienhausen geplanten Windkraftanlagen in der Exklave Kuhheck zum Ausdruck zu bringen.

Im ersten Teil der Veranstaltung bekam die Bürgerinitiative ausdrücklichen Rückhalt vom „Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland“, dessen stellvertretender Vorsitzender des Westerwaldkreises Harry Neumann als Gast eingeladen war. Neumann äußerte sich beeindruckt von den bisherigen Erfolgen der Bürgerinitiative und gab wertvolle Hinweise aus seiner langjährigen Arbeit, etwa über die Vogelschutzrichtlinie der EU oder ein bislang kaum beachtetes Empfehlungspapier des Ministeriums zum Artenschutz. Für den Fall, dass es trotz aller bisher gelieferten Argumente und Einwände gegen den Bau der Windkraftanlagen zu einer behördlichen Genehmigung kommen sollte, sicherte Neumann zu, dass der „BUND“ die Belange der Betroffenen auch auf dem Klageweg unterstützen werde.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete der Herschbacher Revierförster und ausgewiesene Vogelkundler Joachim Kuchinke von einem rheinland-pfälzischen Rotmilan-Schutzprojekt, das an die Stelle der von der EU geforderten Ausweisung von allgemeinen Vogelschutzgebieten treten soll. Anhand seines reich bebilderten Vortrags über das Vorkommen, die Lebensbedingungen und die Bedrohung des Rotmilans lieferte Kuchinke wiederholt Belege dafür, wie ungeeignet Gebiete für Windenergie sind, in denen ein langjähriges und überdurchschnittliches Vorkommen dieser seltenen Vogelart nachgewiesen ist.
Die nach dieser Veranstaltung wieder etwas sachkundigeren Proteste der Bürgerinnen und Bürger gegen ein von Beginn an unsinniges Vorhaben und Musterbeispiel kommunalen Egoismus werden wohl auch zukünftig nicht nachlassen.

Dr. Andreas Poenitsch, für den Vorstand der BI


 
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