Bericht Überreichung Unterschriften 09.06.2011 PDF Drucken E-Mail

Rettet die Kuhheck – Zu hoch! – zu laut ! – zu nah !

Übergabe von  schriftlichen Einsprüchen betroffener Bürgerinnen und Bürgern aus dem Westerwaldkreis.

Am Donnerstag den 9. Juni 2011 empfing der Erste Beigeordnete der KV Neuwied Herr Achim Hallerbach im Beisein der Referentin im Fachbereich Umweltschutz Frau Ina Heidelbach drei Bürgermeister aus dem Westerwaldkreis, den Vertreter des BUND Westerwald und eine Abordnung der Bürgerinitiative „Rettet die Kuhheck e.V.“ im Raiffeisen Saal der Kreisverwaltung Neuwied.

Die drei Bürgermeister, für die Gemeinde Roßbach Herr Wilfried Oettgen, für die Gemeinde Freirachdorf Herr Raimund Schneider und für die Gemeinde Mündersbach Herr Helmut Kempf berichteten über die erheblichen Bedenken, Sorgen und Ängste ihrer jeweiligen Bürgerinnen und Bürger im Angesicht der Gefahr, dass die KV Neuwied dem Antrag des Energie Riesen EnBW, Baden-Württemberg, auf die Errichtung von fünf Windenergielagen in der Exklave Marienhausen stattgeben wird.

Herr Harry Neumann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Westerwald e.V. (BUND) informierte die Teilnehmer auch im Namen des BUND Rheinland-Pfalz ausführlich über die Bedeutung dieses Gebietes für den unter dem besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und der Europäischen Vogelschutzrichtlinie stehenden Rotmilan. Er machte deutlich, dass es sich bei der Kuhheck um ein faktisches Vogelschutzgebiet mit einem außerordentlich hohen Artenspektrum handele, wofür das Land Rheinland-Pfalz eine große Verantwortung trage. Die Kuhheck sei ein besonders schützenswerter Natur- und Lebensraum.

Er wies darauf hin, dass man von Seiten des BUND nicht zögern werde, die Interessen der Bürgerinitiative Rettet die Kuhheck auch vor Gericht zu vertreten, zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Kreis Neuwied keine Baugenehmigung erteilen werde, zumal auch die Obere Naturschutzbehörde große naturschutzfachliche Bedenken erhoben habe.

Im Rahmen der Amtlichen Bekanntmachung in der Rheinzeitung vom 15. April 2011 gab es einige Verwirrung wegen falscher Daten Angaben. Dieses sei in der Zwischenzeit mittels einer neuen Amtlichen Mitteilung in der Presse berichtigt worden, beteuerte Frau Heidelbach.

Anschließend nahm Herr Hallerbach die 200 schriftlichen Einsprüche der betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus dem Westerwalkreis aus den Händen der drei Bürgermeister entgegen und sicherte zu, dass man alle Einsprüche mit großer Sorgfalt prüfen werde.

Die Sprecherin der Bürgerinitiative Ilse Bracher übergab Herrn Hallerbach 2.011 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland, die die geplante Errichtung einer Windenergieanlage in der Exklave Kuhheck Marienhausen ablehnen, weil die geplanten Anlagen zu hoch sind, weil sie zu laut sind und weil sie zu nah an die Wohnbebauung angrenzen.

gez. Ilse Bracher

 

 

 

 

 
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