BUND, NABU und BI Rettet die Kuhheck PDF Drucken E-Mail

 

Zu hoch! Zu laut! Zu nah!
Rettet die Kuhheck

 „Helfen Sie mit, Landschafts- und Lebensraumzerstörung durch Windenergieanlagen am falschen Ort für Menschen und streng geschützte Tierarten wie den Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäuse zu verhindern. Helfen Sie mit, unsere Gemeinwohlinteressen über einseitige Profitinteressen der Investoren ALTUS und EnBW zu stellen. Zeigen Sie der Natur und unseren Lebensräumen Ihre Verbundenheit.“

Unter diesem Motto hatte die Bürgerinitiative „Rettet die Kuhheck“ am Samstag, den 18.06. 2011 um 13.00 Uhr in das Gemeindehaus in Mündersbach zu einer ganz besonderen Informationsveranstaltung eingeladen. Unterstützung erhielten sie von BUND und vom NABU.

Vor einer eindrucksvollen Kulisse von über achtzig Zuhörern und Zuhörerinnen referierte Herr Dipl. Biologe Immo Vollmer in Auszügen aus seinem Gutachten „Vogelkundliche Erhebungen im geplanten Windpark „In der Kuhheck.“

Der Errichtung einer Windenergieanlage in dem Gebiet Kuhheck stehe die Bedeutung des Gebietes für den Rotmilan aus Gründen des Arten- und Lebensraumschutzes entgegen. Immo Vollmer sieht den Tatbestand der erheblichen Störung europäischer Vogelarten in Verbindung mit der Verschlechterung des Erhaltungszustandes der lokalen Population als erfüllt an und er weist darauf hin, dass der Tatbestand der erheblichen Störung auch nicht durch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen abgefangen werden könne. Für ihn sind erhebliche Beeinträchtigungen auf Schutzgebiete nach EU – Recht für den Rotmilan anzunehmen.

Es bestehe ein beachtenswertes Spektrum an schutzbedeutsamen Brutvögeln in der Kuhheck und den angrenzenden Bereichen. Von 84 Arten (Brutvögel, Nahrungsgäste, Rastvögel und Durchzügler) werden 16 in der Roten Liste Deutschlands und 25 in der Roten Liste Rheinland-Pfalz geführt. Dieses Artenspektrum sei ein zusätzliches Argument, um den identifizierten Rotmilan-Kernbereich im Sinne eines Vogelschutzgebietes zu behandeln.

„MUT ZUR WILDNIS“  Was verbarg sich hinter diesem Titel eines Multivisionsvortrags, vorgetragen von Harry Neumann, Vertreter des BUND Westerwaldkreises? Eine Faszination an ausdrucksstarken Fotos, einfühlsamer Musik und begleitenden Kommentaren, die alle Anwesenden in ihren Bann zogen, innerlich aufwühlten, nachdenklich stimmten, anrührten!

Seit Mai 2010 war Harry Neumann mit seiner Kamera in der Kuhheck unterwegs – das Ergebnis, eine Dokumentation der Einzigartigkeit dieses „Fleckchens“ Natur mit Fauna und Flora breiten sich vor dem Betrachter aus, rühren ihn an, faszinieren ihn, lassen ihn ein Gefühl der Wildnis erleben. – Nach einem Augenblick der Betroffenheit – donnernder Beifall!
Herr Altbürgermeister Winfried Himmerich beteuerte, Harry Neumann habe ihm aus dem Herzen gesprochen. Er skizziert in einigen Sätzen Errungenschaften der Ortsgemeinde Mündersbach im Zusammenhang mit dem Gebiet Alte Mühle, einem gelungenen Stück Wildnis.

Im dritten Teil der Veranstaltung hieß es „Kleine Wanderung bei gutem Wetter.“ Die Sonne schien und Herr Bürgermeister Helmut Kempf führte die Besucher engagiert und sachkundig in das Gebiet „Alte Mühle.“ Es war beeindruckend sich vor Ort überzeugen zu können, wie gelungen hier seit einiger Zeit „Mut zur Wildnis“ in die Tat umgesetzt worden ist, unmittelbar angrenzend an die Kuhheck, ein seit Jahrzehnten gewachsenen Stück Wildnis.



 
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